Das Programm

Migra­ti­on hat das Leben in Deutsch­land geprägt und wird dies auch in Zukunft tun. Vor allem Städ­te zeich­nen sich heu­te durch beson­de­re kul­tu­rel­le Diver­si­tät aus. Ihre Kul­tur­ein­rich­tun­gen sind wich­ti­ge Zen­tren der Ver­mitt­lung die­ser Viel­falt und begin­nen zuneh­mend, sie in ihrer Arbeit zu berück­sich­ti­gen und Bei­trä­ge von Besu­che­rin­nen umfas­sen­der ein­zu­be­zie­hen. Den­noch spie­gelt sich die Wirk­lich­keit städ­ti­scher Viel­falt noch sel­ten in Pro­gramm, Per­so­nal und Publi­kum.

Mit „360° – Fonds für Kul­tu­ren der neu­en Stadt­ge­sell­schaft“ unter­stützt die Kul­tur­stif­tung des Bun­des Insti­tu­tio­nen aus Spar­ten wie Kunst, Musik, Dar­stel­len­de Küns­te, Lite­ra­tur, Archi­tek­tur oder Neue Medi­en, spar­ten­über­grei­fen­de Ein­rich­tun­gen sowie Kunst- und kul­tur­his­to­ri­sche Muse­en dabei, Migra­ti­on und kul­tu­rel­le Viel­falt als chan­cen­rei­che Zukunfts­the­men im eige­nen Haus und der Gesell­schaft auf­zu­grei­fen.

Gegen­stand der För­de­rung ist die diver­si­täts­ori­en­tier­te Öff­nung von Kul­tur­ein­rich­tun­gen in den Berei­chen Pro­gramm­an­ge­bot, Publi­kum und Per­so­nal. Hier­für stellt die Kul­tur­stif­tung des Bun­des für die Dau­er von vier Jah­ren Mit­tel für eine Per­so­nal­stel­le in der Ein­rich­tung (den/​die Agenten/​in) sowie zusätz­lich Pro­jekt­mit­tel für unter­stüt­zen­de Akti­vi­tä­ten bereit.

Die Kul­tur­ein­rich­tun­gen erhal­ten im Rah­men des Pro­gramms eine För­de­rung von bis zu je 360.000 Euro.

Projekte

Die Kul­tur­stif­tung des Bun­des för­dert im Pro­gramm „360° – Fonds für Kul­tu­ren der neu­en Stadt­ge­sell­schaft“ ins­ge­samt 39 Kul­tur­ein­rich­tun­gen mit rund 13,9 Mio. Euro. Die Ein­rich­tun­gen umfas­sen 16 Muse­en, 13 Thea­ter, acht Biblio­the­ken, eine Musik­schu­le und ein Sym­pho­nie­or­ches­ter. Eine Über­sicht über die geför­der­ten Vor­ha­ben fin­den Sie auf der Pro­jekt­land­kar­te.

Stellenausschreibungen

Gemein­sam mit der Insti­tu­ti­on sol­len die Agen­ten über einen Zeit­raum von bis zu vier Jah­ren Vor­schlä­ge und Maß­nah­men erar­bei­ten, wie sich die Insti­tu­tio­nen diver­si­fi­zie­ren und einen Bei­trag zu einer selbst­be­wuss­ten, Ein­wan­de­rern gegen­über offe­nen Gesell­schaft so gestal­ten kön­nen, dass die Stadt­ge­sell­schaft davon pro­fi­tiert. Die Agen­tin­nen sind Per­so­nen mit Diver­si­täts­kom­pe­tenz, Erfah­rung in der Zusam­men­ar­beit mit Akteu­ren aus Ein­wan­de­rer­fa­mi­li­en und rele­van­ten Sprach­kennt­nis­sen. Aktu­el­le Stel­len­aus­schrei­bun­gen der bis­he­ri­gen Pro­jekträ­ger fin­den Sie nach­fol­gend. Die Lis­te wird lau­fend aktua­li­siert. 

Der­zeit gibt es kei­ne offe­nen Stel­len.

Was wird im Fonds gefördert?

Geför­dert wird die diver­si­täts­ori­en­tier­te Öff­nung von Kul­tur­ein­rich­tun­gen in den Berei­chen Pro­gramm­an­ge­bot, Publi­kum und Per­so­nal. Hier­für stellt die Kul­tur­stif­tung des Bun­des im Rah­men des Pro­gramms „360° – Fonds für Kul­tu­ren der neu­en Stadt­ge­sell­schaft“ Mit­tel für eine Per­so­nal­stel­le in der Kul­tur­ein­rich­tung (den/​die sogenannte/​n Agenten/​in) sowie zusätz­lich Pro­jekt­mit­tel für unter­stüt­zen­de Akti­vi­tä­ten und For­ma­te bereit. Die Pro­jekt­mit­tel der Kul­tur­stif­tung des Bun­des müs­sen durch zusätz­li­che Mit­tel von der Kul­tur­in­sti­tu­ti­on kofi­nan­ziert wer­den. Vor­ha­ben die aus­schließ­lich auf die Ver­mitt­lung von bestehen­den The­men und Inhal­ten abzie­len, wer­den nicht geför­dert.

Die För­der­grund­sät­ze des Fonds 360° kön­nen hier her­un­ter­ge­la­den wer­den (Stand: Janu­ar 2019).

Akademien

Regel­mä­ßi­ge Aka­de­mi­en unter­stüt­zen die Insti­tu­tio­nen und ihre Agen­tin­nen wäh­rend der gesam­ten Lauf­zeit des Pro­gramms. Die ein­mal jähr­lich an wech­seln­den Orten statt­fin­den­den, mehr­tä­gi­gen Ver­an­stal­tun­gen bie­ten ihnen die Mög­lich­keit zum Erfah­rungs­aus­tausch und zur wei­ter­füh­ren­den Qua­li­fi­ka­ti­on. Die Teil­nah­me der Agen­ten sowie eines Ver­tre­ters der Lei­tun­gen der Kul­tur­ein­rich­tun­gen an den von der Kul­tur­stif­tung des Bun­des ver­an­stal­te­ten Aka­de­mi­en ist ver­pflich­tend. Alle Teil­neh­me­rin­nen erhal­ten so die Gele­gen­heit, den aktu­el­len Stand der Dis­kur­se zum The­ma ken­nen­zu­ler­nen, Anlie­gen und Her­aus­for­de­run­gen zu reflek­tie­ren sowie stra­te­gi­sche Schrit­te zu Errei­chung ihrer Arbeits­zie­le gemein­sam zu pla­nen. Ihre bereits vor­han­de­nen Kom­pe­ten­zen und Exper­ti­sen sol­len in die gemein­sa­me Arbeit ein­flie­ßen. Die Aka­de­mi­en sol­len außer­dem die modell­haf­ten Ent­wick­lungs­pro­zes­se an den Ein­rich­tun­gen prü­fen und durch Doku­men­ta­ti­on und Aus­wer­tung ihre Über­trag­bar­keit gewähr­leis­ten.

Die Doku­men­ta­ti­on ver­gan­ge­ner Aka­de­mi­en fin­den Sie im Bereich „Aka­de­mie“.

Bewerbung

Die Aus­schrei­bung erfolg­te in zwei Run­den in den Jah­ren 2017 und 2018. Kul­tur­ein­rich­tun­gen konn­ten sich mit einer aus­führ­li­chen Dar­stel­lung ihrer Aus­gangs­si­tua­ti­on in der Stadt, ihrer Moti­va­ti­on und den Zie­len sowie ihrer geplan­ten Arbeit mit den Agen­tin­nen bewer­ben. Die Aus­wahl traf der Vor­stand der Kul­tur­stif­tung des Bun­des auf der Grund­la­ge von Emp­feh­lun­gen durch eine unab­hän­gi­ge Jury. Die Aus­wahl wur­de bis Ende 2018 abge­schlos­sen.

Jury

Die Mit­glie­der der Jury waren:

Julia Hagen­berg, Lei­te­rin der Abtei­lung Bil­dung in der Kunst­samm­lung Nord­rhein-West­fa­len, dort u.a. für Pro­gram­me mit Geflüch­te­ten und die Koope­ra­ti­on mit inter­na­tio­na­len Will­kom­mens­klas­sen zustän­dig.

Prof. Dr. Clau­dia Lux, Hono­rar­pro­fes­so­rin am Insti­tut für Biblio­theks- und Infor­ma­ti­ons­wis­sen­schaft der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zu Ber­lin und „Pro­ject Direc­tor“ der Natio­nal­bi­blio­thek Katar mit Sitz in Doha.

Jür­gen Mai­er, Geschäfts­füh­rer am Maxim Gor­ki Thea­ter Ber­lin

Jago­da Mari­nić, Grün­dung und Lei­tung des Inter­kul­tu­rel­len Zen­trums, mit dem die Stadt Hei­del­berg das zivil­ge­sell­schaft­li­che Enga­ge­ment loka­ler Migran­ten­selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen stärkt.

Fate­ma Mian, Jour­na­lis­tin beim Baye­ri­schen Rund­funk – Film­au­torin und Fach­re­dak­teu­rin für Kul­tur, Migra­ti­on und kul­tu­rel­le Viel­falt.

Miri­am Tscholl, Lei­tung der Bür­ger­büh­ne am Staats­schau­spiel Dres­den, wo sie mit ara­bisch­spra­chi­gen Dresd­nern zuletzt die Pro­duk­ti­on »Mor­gen­land« insze­nier­te. Initia­to­rin des „Mon­tags­ca­fés“ als offe­nen Treff­punkt von wöchent­lich über 150 Geflüch­te­ten und Dresd­nern.

Dokumentation Infotour

Als Infor­ma­ti­ons- und Bera­tungs­an­ge­bot für inter­es­sier­te Antrag­stel­ler ging der Fonds 360° ab Febru­ar 2018 ein zwei­tes Mal auf Tour. Einen Mit­schnitt aus­ge­wähl­ter Vor­trä­ge sowie der Pro­gramm­prä­sen­ta­tio­nen der ers­ten und zwei­ten Info­tour fin­den Sie im You­tube-Kanal der Kul­tur­stif­tung des Bun­des.

Zur Play­list

Team

 

Anna Zosik

Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin

Kul­tur­stif­tung des Bun­des
Francke­platz 2
06110 Hal­le an der Saa­le
T +49 (0)345 /​ 2997 153
F +49 (0)345 /​ 2997 300
anna.​zosik@​kulturstiftung-​bund.​de

 

Max Upravitelev

Pro­gram­mas­sis­tent

Kul­tur­stif­tung des Bun­des
Francke­platz 2
06110 Hal­le an der Saa­le
T +49 (0)345 /​ 2997 143
F +49 (0)345 /​ 2997 300
max.​upravitelev@​kulturstiftung-​bund.​de

 

Tinatin Eppmann

Kom­mu­ni­ka­ti­on

Kul­tur­stif­tung des Bun­des
Francke­platz 2
06110 Hal­le an der Saa­le
T +49 (0)345 /​ 2997 124
F +49 (0)345 /​ 2997 300
tinatin.​eppmann@​kulturstiftung-​bund.​de

 

Constanze Kaplick

Sach­be­ar­bei­te­rin

Kul­tur­stif­tung des Bun­des
Francke­platz 2
06110 Hal­le an der Saa­le
T +49 (0)345 /​ 2997 137
F +49 (0)345 /​ 2997 300
constanze.​kaplick@​kulturstiftung-​bund.​de

 

Steffi Khazhueva

Sach­be­ar­bei­te­rin

Kul­tur­stif­tung des Bun­des
Francke­platz 2
06110 Hal­le an der Saa­le
T +49 (0)345 /​ 2997 147
F +49 (0)345 /​ 2997 300
steffi.​khazhueva@​kulturstiftung-​bund.​de